Alles oder Nichts – Wenn Ziele unerreichbar werden.

alles oder nichts – über unerreichbare Ziele

Darum geht es in diesem Beitrag

Es gibt viele Möglichkeiten, wie wir es im Alltag schaffen, unsere Ziele selbst zu torpedieren. Oft geschieht das sogar schon lange, bevor wir überhaupt mit der Umsetzung anfangen. Um eine besonders weit verbreitete Variante geht es in diesem Artikel: Viele Menschen knüpfen die Verwirklichung ihrer Projekte an selbst definierte Bedingungen, die vor Beginn erfüllt sein müssen. Auf diese Weise lässt sich der Start mit der Umsetzung bequem verschieben, denn schließlich sind ja die Rahmenbedingungen noch nicht erfüllt. Wir bezeichnen es daher auch als einen charmanten Selbstbetrug. Allerdings ein Betrug mit Folgen. 

„Wenn ich endlich mehr Zeit habe, dann lerne ich Spanisch.”

eine spirale, die unglücklich machen kann

Dieser Umgang mit unseren Zielen und Wünschen geschieht oft unbewusst. Das bedeutet, dass wir selbst davon überzeugt sind, dass eben diese fehlenden Vorbedingungen uns von der Umsetzung unseres Ziels abhalten.  

„Die Gefahr ist groß, dass wir auf diese Art nie herausfinden, ob unser Traum sich auch in Wirklichkeit so gut anfühlt wie wir es uns vorstellen. Nicht wenige von uns leben ihr Leben lang mit einem Ziel, dessen Verwirklichung sie nie anfangen.”

Wer neigt besonders dazu?

Gerade bei denjenigen unter uns, die immer alles perfekt machen wollen, lässt sich diese Vermeidungsstrategie oft finden. Denn sobald in einem an sich gut durchdachten Plan ein Glied in der Kette nicht erfüllt ist, gerät das gesamte Projekt ins Stocken und eine Improvisation ist meist nicht vorgesehen oder gar nicht möglich. 

ich lebe meinen Traum, wenn…

Die Gründe, aus denen sich viele von uns vor dem Anfangen drücken, sind so vielfältig wie hartnäckig. Oft merken wir gar nicht, dass wir Dinge vorschieben, um ja nicht mit dem zu beginnen, was wir uns als Ziel vorgenommen haben. Dabei handelt es sich oft um Ausreden, was wir uns natürlich ungern eingestehen. 

Die Ausrede Zeit steht ganz oben, aber die Liste an vorgeschobenen Hinderungsgründen ist lang. 

Beispiele

  • Wie soll ich denn lernen, wenn es so laut ist. 
  • Mein Partner unterstützt mich nicht.
  • Bücher sind zu teuer.
  • Ich würde ja gern, aber ich werde gebraucht.

Woran erkennst du, dass du nach Ausreden suchst

Immer dann, wenn du dich einem deiner Ziele nicht widmen kannst, weil du alltägliche Dinge vorschiebst. Besonders kompliziert ist die Lage, wenn du Ziel und Ausrede gegeneinander ausspielst. Dies ist dann der Fall, wenn dir Ablenkungen willkommen sind, denn dann ist es dir ja nicht möglich, etwas zu tun. 

Dieser Mechanismus geht oft so weit, dass wir uns irgendwann fast pausenlos ablenken, um nur nicht anfangen zu müssen. Wir haben es dann schlicht verlernt und glauben selbst nicht mehr daran, dass wir anfangen können.

„Wer an seinen Zielen langsam, aber kontinuierlich arbeitet, macht weniger Fehler und bekommt ein starkes Selbstvertrauen.”

Ursachenforschung

Eigentlich ist eine Lösung  gar nicht so schwer. Wir gehen dabei allerdings davon aus, dass es nicht dein Ziel ist, Astronaut oder Schachweltmeisterin zu werden.

Auf dem Weg von deinem Wunsch, also deiner Vorstellung, zum Ergebnis, also dem Erreichen deines Ziels, kommt es an einer oder mehreren Stellen zu Verzögerungen oder Komplikationen.

Ob du dich auf deinen Weg machst oder auf deinem Weg vorzeitig abbrichst: Dein Ziel erreichst du möglicherweise aus einem oder mehreren, der folgenden Gründe nicht:

  • Es fehlt dir an Konzentration.
  • Es fehlt dir am Willen.
  • Es fehlt dir eine Methode zur Umsetzung.
  • Es fehlt dir an Selbstvertrauen.

Wir weisen darauf hin, dass dies eine Auswahl der meistgenannten Gründe ist. Natürlich gibt es weitere, nicht zuletzt können physische oder psychische Erkrankungen eine Rolle spielen. 

„Es stimmt, ich habe zwar eine ungefähre Vorstellung davon, wie ich mich in Spanien verständige, aber die Mühe, die es macht, eine Sprache zu lernen, habe ich unterschätzt.”

Deine Möglichkeiten – Eine Vorschau

Die schlechte Nachricht zuerst. Es gibt keine einfache und schon gar keine schnelle Lösung. Die gute Nachricht ist: Es ist einer unserer Schwerpunkte des VisioMio-Magazins, dass du die Fähigkeiten trainierst, die erforderlich sind, um deine Ziele auch umzusetzen. Hier eine Vorschau der Bereiche, die wir gemeinsam trainieren werden.

  • Kleinere Etappen 
  • Visualisierung deiner Ziele
  • Selbstdisziplin
  • Selbstkritik
  • Mut 
  • Kontinuität 

Der Selbstbetrug

Bevor wir dich auf unsere nächsten Beiträge vertrösten, wollen wir dir wenigstens noch einen Tipp mit auf den Weg geben. Denke an dein Ziel, mit dem du noch nicht oder nur wenig begonnen hast. Besonders wichtig für die Erfolgsaussichten deines Ziels ist, dass du dich schnell und intensiv mit ihm identifizierst. Diese Bindung erreichst du am ehesten, wenn du dich möglichst oft mit deinem Ziel beschäftigst.

Der Tipp

Du planst Tagesziele für zwei Wochen und zwar besonders niedrigschwellig – also so, dass du täglich dein Ziel selbst ohne große Motivation erreichen kannst. Halte diese Minimalziele durch und schreibe täglich in ein Projekttagebuch, was du getan hast, um dich auf dein Ziel zuzubewegen. Sinnvoll sind Notizen in zusammenhängenden Sätzen, denn so sprichst du deine motivierenden Gedanken besser an. 

So geht´s weiter

Möchtest du wissen, wie es dir gelingt, an deinem Ziel weiter dranzubleiben? Mehr dazu findest du in dieser Ausgabe in dem Beitrag Deine Routine – Du bleibst dabei.