10 Fragen – Dein Tagesablauf.
Die ersten fragen – von uns an dich
Ein Grund für den Erfolg VisioMios liegt darin, dass wir viele Fragen stellen und unsere Leserschaft darin ermutigen, ihre persönlichen Antworten zu finden. In diesem Beitrag stellen wir dir die ersten zehn Fragen. Sie sind sorgfältig ausgewählt und machen dich hoffentlich neugierig, dich auch weiterhin mit dir und deinen Bedürfnissen zu beschäftigen
deine antworten – der auftakt zu deiner reise
Die Fragen, die wir dir stellen, sind leicht zu beantworten und deine Antworten sollten entsprechend kurz sein. In den Überschriften findest du das Thema, um das es geht. Diese ersten Fragen werden dich sensibilisieren und langsam an die Themen heranführen, die in deinem Leben eine Rolle spielen.
Unsere Beispiele – Deine Auswahl
VisioMio zeigt dir Einblicke in das Leben vieler Menschen. Dabei geht es nicht unbedingt darum, dass du dich darin wiederfindest. Es sind Anregungen und Möglichkeiten, wie Menschen denken und handeln. Es sind Einblicke in die Gesellschaft, die uns umgibt und die zu unserem Leben gehört. Zu den zehn Fragen haben wir zwei beispielhafte Antworten für dich ausgesucht, die dich anregen, eine eigene Antwort darauf zu finden. Sie sind von zwei unserer Leserinnen, denen wir andere Namen gegeben haben.
„Denn nur wer weiß, was er fühlt, kann auf die Dinge zuarbeiten, die ihn glücklich machen.”
– VisioMio –
1. Dein Start in den Tag
Wie fühlst du dich nach dem Aufstehen, sobald dein Tag beginnt? Bist du eher matt und müde oder fröhlich und energiegeladen – beschreibe es in wenigen Worten.
Nina: In den letzten Monaten fällt mir das Aufstehen zunehmend schwer und ich fühle mich schlapp.
Svenja: Morgens freue ich mich auf den Tag und checke die Aufgaben, die ich mir vorgenommen habe.
2. Dein Lebensgefühl
Wie beschreibst du dein momentanes Lebensgefühl?Finde Worte für den Zustand, in dem du dich in der letzten Zeit befindest.
Nina: Gefühlt komme ich im Moment nicht weiter. Ich bin unzufrieden mit meinem Job, bin aber zu bequem, um daran etwas zu ändern. Es fällt mir schwer, mich für die alltäglichen Dinge zu motivieren.
Svenja: Meine Familie ist mein Leben, sie gibt mir Kraft. Wenn meine Kinder lachen und mein Mann mir Komplimente macht, dann habe ich das Gefühl, dass alles perfekt ist. Allerdings gibt es auch die Momente, in denen ich meinen Beruf vermisse.
3. Deine Organisation
Wie organisierst du deinen Alltag? App, Zettel oder ein Notizbuch – skizziere, wie du den Überblick über dein Leben behältst.
Nina: In meinem Leben gibt es nur wenige Termine. Ich arbeite in einer Buchhandlung und bin etwas chaotisch. Geburtstage habe ich auf einem Wandkalender und ein paar Dinge notiere ich in einer App für Notizen.
Svenja: Mein Alltag ist komplett durchgetaktet. Ich habe auf meinem Smartphone jeden noch so kleinen Termin notiert. Mein Kalender synchronisiert sich mit denen meiner ganzen Familie, so dass jeder immer über alles Bescheid weiß.
4. Deine Träume
Welches ist dein größtes Ziel und was kannst du tun, damit es sich erfüllt?
Nina: Mein größter Traum ist es schon seit einigen Jahren, ein eigenes Buch zu schreiben – so etwas in der Art wie Harry Potter – doch ich traue mich nicht damit anzufangen. Ich probiere verschiedene Methoden, aber ohne Erfolg bis jetzt.
Svenja: Ich würde gerne wieder arbeiten, doch mein Partner, der das Geld, müsste sich mit meinen Interessen arrangieren. Meine Versuche, darüber mit ihm zu sprechen, haben bislang zu nichts geführt.
5. Deine Freizeit
Hast du ein Hobby und was bedeutet es dir? Vom Spazierengehen bis zum Reisen, dem Besuch von Lesungen oder Kunstausstellungen: Beschreibe, was dich persönlich besonders glücklich macht.
Nina: In jeder freien Minute lese ich. Am liebsten richtige Bücher, die ich festhalten kann, aber natürlich auch auf dem Tablet. Wenn das Wetter schön ist, gehe ich gerne spazieren und einmal in der Woche gehe ich zum Volleyball. Sobald ich lese, fühle ich mich geborgen und geistig lebendig, und während ich mich bewege, spüre ich meinen Körper.
Svenja: Mindestens dreimal in der Woche gehe ich zu Sportkursen, mir ist wichtig, dass ich fit bleibe. Ab und zu treffe ich mich mit meinen Freundinnen in der Stadt in einem Café. Ansonsten habe ich wenig Zeit für mich. Meine beiden Kinder benötigen viel Aufmerksamkeit. Während ich sie abhole und zu verschiedenen Veranstaltungen fahre, denke ich oft darüber nach, dass ich auch gern eine Arbeit hätte, durch die ich das Gefühl von Bestätigung bekomme.
6. Deine Selbstwirksamkeit
Bestimmst du dein Leben selbst? Beschreibe, ob du dich als Regisseurin deines Lebens siehst oder eher als jemand, der sich in vielen Situationen und vielleicht mit den Bedürfnissen anderer arrangiert hat.
Nina: Ich lebe ziemlich zurückgezogen, habe nur wenig Kontakt zu meiner Familie und soziale Kontakte eigentlich nur mit meinen Kolleginnen und natürlich den Kundinnen, die in die Buchhandlung kommen. Ich genieße die Gespräche über Bücher. Auch wenn ich mich nicht einsam fühle, habe ich nicht das Gefühl, dass ich wirklich glücklich bin. Mein Leben ist ziemlich ereignislos. Ich denke, es liegt daran, dass ich mir in der Vergangenheit zu wenig zugetraut habe.
Svenja: Diese Frage beschäftigt mich immer wieder. Ich hatte während meiner Ausbildung eine andere Vorstellung eines Familienlebens. Jetzt arbeite ich bereits seit fünf Jahren nicht mehr und mir fehlt die Bestätigung, die ich vorher in meinem Job hatte. Wenn ich die Frage mit ja oder nein beantworten müsste, dann wäre meine Antwort ein klares NEIN.
7. Dein Umgang mit Problemen
Packst du Schwierigkeiten an, sobald sie entstehen oder versuchst du auszuweichen und gibst nach?
Nina: Ich weiche Konflikten definitiv aus. Dadurch, dass ich so zurückgezogen lebe, gibt es auch kaum noch Möglichkeiten für Konflikte. Es fällt mir schwer, meine Interessen durchzusetzen und daher habe ich meine Wünsche auch in vielen Bereichen zurückgeschraubt.
Svenja: Mir fällt auf, dass ich mich um Schwierigkeiten, in die andere geraten – meine Kinder, mein Mann, ja sogar meine Freundinnen – gern und aufopferungsvoll kümmere. Ich selbst trete kaum noch für etwas ein, was mir wichtig ist. Und dort, wo ich es tue, stoße ich auf eine Mauer – der Wunsch, mehr Zeit für einen Job zu haben.
8. Krankheiten
Du siehst einen Bericht über eine heimtückische Erkrankung, was macht ein solcher Bericht mit dir?
Nina: Ich gehöre zu denen, die danach dann das Gefühl haben, genau diese Symptome oder Krankheit zu bekommen. Ich steigere mich unter Umständen sogar hinein.
Svenja: Ich habe den Kopf so voll mit Dingen, die ich erledigen muss, dass ich mir darüber keine Gedanken mache. Ich muss funktionieren, denn mein Mann und ich haben sehr genaue Vorstellungen darüber, wie unser Leben verlaufen soll.
9. Deine Außenwirkung
Wie möchtest du von deinen Mitmenschen gesehen werden?
Nina: Ich wünsche mir, dass ich als vertrauenswürdiger und angenehmer Mensch gesehen werde. Dass ich meinen Beruf mit Leidenschaft ausübe und aufmerksam und hilfsbereit bin.
Svenja: Toll wäre, wenn andere mich und meine Familie als Vorbild betrachten, wie eine glückliche Familie aussehen sollte. Sie sollten mich attraktiv und humorvoll finden, eine Frau, die sich um ihre Familie kümmert. Mir ist sehr wichtig, dass alles perfekt ist. Sauberes Haus, gut erzogene Kinder und ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht und Verantwortung für seine Familie übernimmt.
10. Geduld
Regst du dich häufig über das Verhalten oder die Meinungen anderer auf oder gehen Menschen und ihre Interessen eher an dir vorbei?
Nina: Ich lese viel. Auch Zeitungen und ich denke oft, dass ich mich engagieren sollte. Im Umweltschutz, bei einer Tafel oder als Vorleserin in einem Altersheim zum Beispiel. Meine Scheu macht mir zu schaffen, aber ich nehme es mir immer wieder vor. Warum ich das in diesem Zusammenhang erwähne: Ja, mich interessiert, was andere denken und ich halte es für wichtig, dass wir alle uns wieder mehr miteinander austauschen.
Svenja: In meinem Leben gibt es nur meine Familie und mich. Damit bin ich vollkommen ausgelastet. Politik interessiert mich nicht und es gibt so viele Probleme auf der Welt, dass ich gar nicht wüsste, wo ich da anfangen sollte. Mein Mann und ich haben unsere Interessen abgestimmt. Zwei bis drei Urlaube im Jahr. Essen gehen, Ausflüge machen und den Kindern eine möglichst stressfreie Umgebung bieten. Wir achten sehr darauf, dass die gesellschaftlichen Probleme unsere Familie möglichst wenig erreichen.
Und so geht’s weiter
Auf diese ersten zehn Fragen & Antworten werden noch viele weitere folgen und wir werden gemeinsam herausfinden, was uns im Leben wichtig ist und wie wir genau das erreichen können.